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Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt gelten als wichtige Grundlagen für das menschliche Wohlergehen. Die Zerstörung von Lebens- und Ernährungsformen stellt die größte Gefahr für unseren Planeten dar. Ökosysteme werden vernichtet - auch für BIO-Produkte, wie beispielsweise zur Erzeugung von Ökobenzin und bei der Gewinnung von Palmöl. Tiere werden nicht mehr als Lebewesen angesehen sondern gelten als Nutzobjekte. Sie werden für Produkte unter grausamsten Bedingungen gezüchtet, getötet und als Inhaltsstoffe verwertet.

Das AnNa-Label orientiert sich an Richtlinien, die nachhaltigen Bedürfnissen und Forderungen der Konsumenten und einer globalen Ethik folgen.
Die Kriterien sind solche, wie:

 1. Tierversuchsfreie und vegane Produkte;
 2. Produkte ohne Mineralöl und - wenn möglich - auch ohne Palmöl;
 3. Verzicht auf den Einsatz von synthetischem Glycerin als Träger;
 4. Keine genmanipulierten Rohstoffe;
 5. Verwendung von natürlichen und naturidentischen Inhaltsstoffen;
 6. Keine hormonbeeinträchtigenden oder erbgutverändernden Stoffe;
 7. Für den Kunden transparente, übersetzte INCI’s (lesbar + verständlich);
 8. Minimierter Verpackungsaufwand, recycelbar;
 9. Nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt;
10. Keine Kinderarbeit und ausbeuterische Entlohnung, Verletzung der Menschenrechte.

Was bei Nahrungsmitteln die Rückverfolgbarkeit bis zum Anbau relativ durchsichtig gestaltet, ist bei Kosmetikprodukten (pflegende und dekorative) sehr kompliziert. Dies ist begründet durch die unterschiedlichen Bedingungen in den Herkunftsländern für Inhaltsstoffe, deren Produktionsbestimmungen und extrem erschwerte Kontrollen auf dem Weltmarkt. Kosmetika bestehen aus sehr komplexen Mischungen von veredelten und stark weiterverarbeiteten Rohstoffen.

Der Konsument hat am Ende der Kette kaum mehr eine Möglichkeit, eine ethische Kaufentscheidung zu treffen. Dies wird noch erschwert durch zwei Fokussierungen, die sich diametral gegenüberstehen, obwohl sie eigentlich zusammengehören:

1. Ein Engagement für Tiere: Der Konsument hat heutzutage die Möglichkeit, sich für vegane Produkte zu entscheiden. Sehr oft entsprechen dann aber die Inhaltsstoffe keinen BIO- oder naturkosmetischen Standards. Und oft sind sie nur deshalb vegan produziert, weil es Trend ist - dafür wird z.B. aber nicht an Aluminiumsalzen, Glycerin oder Talkum u.a. gespart.

2. Ein Engagement für die Natur und BIO: Mit diesem Ziel folgen die kritischen und bewussten Käufer der Information für biologische, natürliche Inhaltsstoffe, wofür aber andererseits Tiere gezüchtet, gequält und getötet werden. Viele Naturkosmetik-Hersteller verzichten auf Mineralöl und greifen auf Wollwachs zurück. Dabei können sie oft nicht garantieren, wie die Schafe geschoren werden. Besonders die brutalen Beschneidungen zur Pilzvermeidung, wofür die Schafe sehr leiden müssen, sind für die Herstellung des Rohstoffs oft unvermeidbar. Trotzdem hat das Wachs selbst biologischen Ursprung und ist pestizidfrei.

Das Label als Prüfungsinstanz:

"Animals + Nature" ist eine Non-Profit-Organisation, welcher Hersteller und Verkäufer/Händler von Natur- und Biokosmetik angehören können. Die Gebühren, die zukünftig für das Label erhoben werden, dienen ausschließlich der Vergütung von unabhängigen Prüfern und Zertifizierern sowie der Publizierung und dem Erhalt der Organisation und seiner personalen Träger.

Die Kriterien, die von AnNa aufgestellt wurden, werden bisher von seriösen Labelgebern aus dem Naturkosmetik-Bereich bereits erfüllt und kontrolliert. Wenn deren Zertifizierung diese Kriterien erfüllt, werden sie von AnNa anerkannt und in die Untersuchungen integriert. Umfassende und unabhängige Kontrollen durch die Organisation und beauftragte Fachkräfte sollen das AnNa-Label für den Konsumenten durchsichtig und glaubwürdig machen.

Labelnehmer können sein:

1. Naturkosmetik-Firmen (Anbieter von Naturkosmetik), die
    a) entweder bereits seriöse Naturkosmetiklabel tragen, oder
    b) keine Label tragen (meist aus Kostengründen), aber dennoch den Standards seriöser Labelgeber und ethischen Kriterien entsprechen.
    Beide Gruppen müssen die Kriterien des AnNa-Labels zusätzlich oder alleinig vollständig erfüllen.
2. Rohstoffanbieter und Hersteller für Naturkosmetik, welche die Kriterien des AnNa-Labels erfüllen.
3. Online-Shops und stationäre Verkaufsstellen, die mit ihrem Angebot die Kriterien des AnNa-Labels erfüllen.

Das Label kann auch für einzelne Produkte oder Produktgruppen einer Produktionsfirma vergeben werden. Eigenhändiges Übertragen auf selbst bestimmte Produkte ist nicht zulässig. Unberechtigtes Führen des Labels und eigene Werbung damit wird strafrechtlich verfolgt. Das Label ist gebrauchsmuster-rechtlich geschützt und als Wort/Bild-Marke eingetragen.

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